Wie bekomme ich mein Lampenfieber in den Griff?

Kennen Sie das mulmige Gefühl vor einer Präsentation? Manchmal sogar begleitet von zittrigen Händen, Herzrasen und Angstschweiß?

Davon sind ganz viele Menschen betroffen. Sogar berühmte Stars, die regelmäßig vor tausenden von Menschen auftreten. Wenn Sie sich in Ruhe damit auseinandersetzen und die folgenden Tipps beachten, können Sie Ihr Lampenfieber gut in den Griff bekommen.

Betrachten Sie Ihr Lampenfieber als positiv!​

Das klingt jetzt vielleicht merkwürdig, aber es ist ernst gemeint. Kämpfen Sie nicht gegen Ihr Lampenfieber, sondern nehmen Sie es an und nutzen Sie es für Ihren Präsentationserfolg. Lampenfieber versetzt unsere Sinne in Alarmbereitschaft und verleiht uns volle
Konzentration und Aufmerksamkeit. So sind sie viel besser in der Lage, emphatisch auf Ihr Publikum zu reagieren und können sich besser konzentrieren. Viele Künstler machen genau dass und können sich so in Höchstform versetzen. Und das Beste ist: Sobald sie erst einmal auf der Bühne stehen und loslegen, ist das Lampenfieber wie weggeblasen!

Bereiten Sie sich gründlich vor​

Am besten üben Sie zunächst im Kreise von vertrauten Personen, damit Sie sich voll auf die Inhalt konzentrieren können. Sie werden merken, dass Sie automatisch viel ruhiger werden, wenn Sie ihren Vortrag “drauf” haben und Sie dafür positives Feedback erhalten haben.

Üben Sie mit Freunden oder Mitarbeitern​​

Wer gut vorbereitet ist, hat automatisch weniger Versagensängste. Das kennen wir alle noch zu gut aus der Schulzeit. Wenn wir richtig gebüffelt haben, waren wir deutlich relaxter vor der Prüfung.

Planen Sie genügend Vorlaufzeit ein​

Wer mit Lampenfieber kämpft, sollte nicht noch mit weiteren Baustellen konfrontiert werden. Darum sollten Sie unbedingt rechtzeitig vor Ort sein und genug Zeit mitbringen, die Technik zu testen und sich mit den Gegenheiten vor Ort vertraut zu machen. Wenn Sie sich “aklimatisiert” haben und die Technik läuft, fühlt es sich fast schon an, wie ein Heimspiel.

Knüpfen Sie Kontakte

Versuchen Sie vor der Präsentation nette Leute im Publikum kennenzulernen und einen persönlichen Draht aufzubauen. Merken Sie sich, wo sie sitzen, wenn Sie in einem größeren Saal auftreten und schauen Sie sie während Ihres Vortrags an. In die Gesichter von freundlichen und aufgeschlossenen Menschen zu schauen, nimmt uns die Vortragsangst und beruhigt.

Machen Sie Atemübungen

Wenn wir aufgeregt sind, bekommen wir die berühmte “Schnappatmung”. Die Atemfrequenz nimmt zu, die Stimme wird dünner und nicht selten reden wir schneller als sonst. Keine guten Vorraussetzungen für Ihren Vortrag! Darum nehmen Sie sich bitte die Zeit, ein paar mal tief ein- und auszuamten. Ich persönlich praktiziere eine Atemübung, die aus dem Yoga stammt: Verschließen Sie mit dem Daumen ein Nasenloch und atmen Sie so tief wie möglich durch das andere ein. Halten Sie den Atem eine Weile an. Atmen Sie jetzt durch den Mund in der Intervallen aus: Erst zu einem Drittel – Pause. Dann zu einem weiteren Drittel – Pause. Und dann ganz ausatmen. Wieder holen Sie diese Übung 10 mal mit dem einen und dann 10 mal mit dem anderen Nasenloch. Stellen Sie sich dabei vor, dass Sie saubere, positive Energie einatmen und alles Negative ausatmen. Mir hilft das sehr. Ich freue mich auf Ihr Feedback.

Visualisieren Sie Ihren Vortrag!

Dieser Tipp mag Ihnen vielleicht ein wenig esoterisch erscheinen, aber er ist der beste Tipp, den ich Ihnen geben kann. Ich habe ihn schon oft sehr erfolgreich angewendet und er funktioniert wie folgt: Ich stelle mir im Geiste vor, wie der Termin laufen wird. Wie wir uns begrüßen, über welche Themen wir Small Talk führen bevor es losgeht, wie mein Publikum wohl reagieren wird, was ich darauf erwidere, und natürlich: Wie das Happy End aussieht. Ich nenne diese Art der Visualisierung immer gern “Präsentations-Schattenboxen”. Denn ich stelle mir auch schwierige Situationen vor und übe im Geiste, wie ich dann darauf reagieren werde. Wenn auch Sie es schaffen, solche kniffligen Situationen zu antizipieren, werden Sie in der Lage sein, souverän zu reagieren.

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